Monika Vogts war über viele Jahre die Frau an der Seite von Berti Vogts. Während ihr Mann als Fußballer, Bundestrainer und später als internationaler Coach im Mittelpunkt stand, hielt sie sich selbst meist im Hintergrund. Nur selten sprach sie öffentlich über ihre Ehe oder das Familienleben.
Heute ist es still um Monika Vogts geworden. Nach der Scheidung im Jahr 2005 erschienen nur noch vereinzelte Meldungen über sie. Ihr letzter bekannter Lebensmittelpunkt lag in Glasgow. Danach verliert sich ihre öffentliche Spur zunehmend.
Monika Vogts Steckbrief
- Geboren als Monika Müller
- Früher als Flugbegleiterin bei Lufthansa tätig
- Bereits Mitte der 1970er-Jahre mit Berti Vogts liiert
- Hochzeit am 10. Juni 1979
- Scheidung im Juni 2005
- Gemeinsamer Sohn Justin Vogts, geboren 1988
- Gemeinsames Familienleben zunächst in Korschenbroich
- Späterer Wohnort der Familie: Glasgow
- Nach der Scheidung nur noch selten in den Medien
- Keine verlässlichen aktuellen Angaben über ihr heutiges Leben
Ein seltenes Interview aus dem Jahr 2000
Im November 2000 übernahm Berti Vogts den Trainerposten bei Bayer Leverkusen. Zuvor hatte er nach seinem Rücktritt als Bundestrainer mehr als zwei Jahre keinen festen Trainerjob gehabt. Für Monika bedeutete sein Comeback zugleich die Rückkehr zu einem Familienalltag, den sie bereits seit vielen Jahren kannte.
In einem seltenen Interview mit der B.Z. sprach sie darüber, wie sehr die vielen Reisen ihres Mannes ihre Ehe geprägt hatten. Sohn Justin war damals zwölf Jahre alt und interessierte sich nach ihren Angaben kaum für Fußball. Über die häufigen Abwesenheiten Bertis sagte Monika:
„Davor musste ich 19 Jahre lang damit umgehen, dass mein Mann immer unterwegs war. Ich kann mich damit arrangieren.“
Das Interview gehört zu den wenigen erhaltenen öffentlichen Aussagen, in denen Monika selbst einen persönlichen Einblick in ihre Ehe gab.
Ihr Rat vor der EM 1996
Vier Jahre zuvor hatte Berti Vogts einen seiner größten Erfolge als Trainer gefeiert. Deutschland gewann die Europameisterschaft 1996 in England. Mit diesem Triumph ist auch eine kleine Geschichte über Monika verbunden.
Berti berichtete später, dass seine Frau ihm vor dem Turnier geraten habe, Oliver Bierhoff in den Kader aufzunehmen:
„Meine Frau riet mir, Oliver Bierhoff 1996 mit zur EM zu nehmen. Er würde es mir danken.“
Die Empfehlung sollte sich auszahlen. Bierhoff erzielte im Finale gegen Tschechien den Ausgleich und anschließend in der Verlängerung das entscheidende Golden Goal zum 2:1. Damit wurde ausgerechnet jener Spieler zum Matchwinner, dessen Nominierung Monika ihrem Mann ans Herz gelegt hatte.
Auch während schwierigerer Phasen seiner Karriere blieb sie an Bertis Seite. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 1998 und seinem späteren Rücktritt als Bundestrainer begann für die Familie eine deutlich ruhigere Zeit.
Wie Monika und Berti Vogts zusammenkamen
Vor ihrer Ehe hieß sie Monika Müller und arbeitete als Flugbegleiterin bei Lufthansa. Beim genauen Zeitpunkt des Kennenlernens widersprechen sich allerdings die später veröffentlichten Berichte.
Deutsche Quellen nennen häufig das Jahr 1974, in dem Berti Vogts mit Deutschland Fußball-Weltmeister wurde. Britische Medien berichteten später dagegen, die beiden hätten sich erst 1978 während eines Fluges kennengelernt. Diese Version ist problematisch, denn gemeinsame Fotos aus dem Dezember 1975 zeigen Monika und Berti bereits als Paar.
Gesichert ist dagegen ihre Hochzeit. Am 10. Juni 1979 heirateten Monika und Berti Vogts. Im selben Jahr beendete er seine aktive Karriere bei Borussia Mönchengladbach. Das Ehepaar lebte später in Korschenbroich bei Düsseldorf. 1988 kam ihr gemeinsamer Sohn Justin zur Welt.
Ein neues Leben in Schottland
2002 übernahm Berti Vogts die schottische Nationalmannschaft. Für die Familie bedeutete das einen größeren Ortswechsel. Sie zog nach Glasgow und lebte Berichten zufolge im Stadtteil Newlands.
In dieser Zeit hatte Monika mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. 2002 wurde sie medizinisch untersucht und musste anschließend für längere Zeit in Deutschland behandelt werden. Rund um Weihnachten verschlechterte sich ihr Zustand erneut, woraufhin Berti und Justin zu ihr nach Deutschland reisten.
Die Behandlung zog sich bis ins folgende Jahr. Nur wenige Monate später geriet auch die Ehe in eine schwere Krise.
Im Juli 2003 bestätigte Berti Vogts schließlich öffentlich die Trennung:
„Wir haben uns einvernehmlich vorerst getrennt. Meine Frau und ich werden uns weiterhin gemeinsam um unseren Sohn Justin kümmern.“
Damit machte er zugleich deutlich, dass beide trotz ihrer persönlichen Probleme gemeinsam Verantwortung für ihren Sohn übernehmen wollten.
Die Trennung verlief nicht völlig ruhig
Kurz nach Bekanntwerden der Trennung kam es in Glasgow zu einem Streit. Nach damaligen Medienberichten wollte Berti seinen Sohn zum Essen abholen. Zwischen ihm und Monika entwickelte sich eine lautstarke Auseinandersetzung, woraufhin die Polizei verständigt wurde.
Die Polizei bestätigte damals einen Einsatz. Die Beteiligten erhielten demnach eine Verwarnung, weitere Schritte wurden nicht eingeleitet. Über die privaten Hintergründe der Auseinandersetzung ist wenig Verlässliches bekannt, weshalb darüber nicht weiter spekuliert werden sollte.
Scheidung nach mehr als 25 Jahren Ehe
Im Juni 2005 wurde die Ehe von Monika und Berti Vogts geschieden. Seit ihrer Hochzeit waren zu diesem Zeitpunkt rund 26 Jahre vergangen.
Justin blieb zunächst bei seiner Mutter in Glasgow. Berti kehrte später nach Deutschland zurück und blieb dem Fußball verbunden. Er arbeitete unter anderem als Trainer, Berater, Fernsehexperte und Kolumnist und stand deshalb weiterhin regelmäßig in der Öffentlichkeit.
Bei Monika war es genau umgekehrt. Nach dem Ende der Ehe wurden öffentliche Informationen über sie immer seltener.
Was nach der Scheidung über Monika Vogts bekannt wurde
Eine der wenigen späteren Meldungen stammt aus dem Jahr 2008. Damaligen Medienberichten zufolge kollidierte Monika in Glasgow mit einem geparkten Fahrzeug. Bei einem anschließenden Alkoholtest wurde ein Wert oberhalb des damals zulässigen Grenzwerts festgestellt. Berichtet wurde anschließend über eine Geldstrafe und ein einjähriges Fahrverbot.
Danach wird die Spur deutlich dünner. Ein britisches Wählerverzeichnis brachte eine Monika B. Vogts noch bis mindestens 2011 mit einer Adresse im gleichen Teil Glasgows in Verbindung. Ob und wie lange es sich dabei tatsächlich um ihren dauerhaften Lebensmittelpunkt handelte, lässt sich aus solchen Registerdaten allein jedoch nicht sicher ableiten.
Über ihren Sohn Justin wurde später etwas mehr bekannt. Er schlug keine professionelle Fußballkarriere ein, sondern wurde Berufsfeuerwehrmann. Sein eigenes Leben hält er ebenfalls weitgehend aus der Prominentenöffentlichkeit heraus.
Was macht Monika Vogts heute?
Diese Frage lässt sich nicht zuverlässig beantworten. Nach ihrer Scheidung gab Monika keine bekannten ausführlichen Interviews mehr. Auch regelmäßige öffentliche Auftritte oder eindeutig verifizierte Social-Media-Profile sind nicht bekannt.
Ebenso gibt es keine belastbaren aktuellen Angaben über einen neuen Partner, ihren heutigen Beruf oder ihren gegenwärtigen Wohnort. Deshalb wäre es falsch, aus einzelnen Namenseinträgen im Internet Rückschlüsse auf ihr heutiges Leben zu ziehen.
Monika Vogts bleibt damit vor allem durch ihre lange Ehe mit Berti Vogts und einige besondere Momente der deutschen Fußballgeschichte in Erinnerung. Ihr Rat bei der Nominierung Oliver Bierhoffs für die EM 1996 gehört dazu. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Ehe und der Scheidung 2005 entschied sich ihr Leben jedoch zunehmend außerhalb der Öffentlichkeit abzuspielen.
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FAQs
Wer ist Monika Vogts?
Monika Vogts, geborene Müller, ist die frühere Ehefrau des ehemaligen Fußballspielers und Bundestrainers Berti Vogts. Vor ihrer Ehe arbeitete sie als Flugbegleiterin bei Lufthansa.
Wann waren Monika und Berti Vogts verheiratet?
Monika und Berti Vogts heirateten am 10. Juni 1979. Nach ihrer Trennung im Jahr 2003 wurde die Ehe im Juni 2005 geschieden.
Haben Monika und Berti Vogts Kinder?
Ja. Aus ihrer Ehe stammt der 1988 geborene Sohn Justin Vogts. Er entschied sich gegen eine Karriere im Profifußball und wurde Berufsfeuerwehrmann.
Welche Rolle spielte Monika Vogts bei der EM 1996?
Berti Vogts berichtete später, dass Monika ihm geraten habe, Oliver Bierhoff zur EM 1996 mitzunehmen. Bierhoff erzielte im Finale gegen Tschechien beide deutschen Tore und entschied die Partie mit dem Golden Goal.
Was macht Monika Vogts heute?
Über Monika Vogts‘ heutiges Leben gibt es keine verlässlich bestätigten aktuellen Informationen. Nach der Scheidung zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück; auch ein aktueller Wohnort ist nicht eindeutig dokumentiert.
