Beate Rehhagel gehört seit Jahrzehnten fest zum Leben von Otto Rehhagel. Während er als Trainer mit Werder Bremen, dem 1. FC Kaiserslautern und der griechischen Nationalmannschaft große Erfolge feierte, blieb sie meist im Hintergrund. Dabei war ihre Rolle offenbar deutlich größer, als es viele kurze Porträts vermuten lassen.
Seit 1963 sind Beate und Otto Rehhagel verheiratet. Sie begleitete ihn durch fast alle wichtigen Stationen seiner Karriere, kümmerte sich um private und organisatorische Dinge und galt für ihn über viele Jahre als wichtigste Vertraute. Auch bei Entscheidungen rund um Spieler und Finanzen soll ihre Meinung regelmäßig Gewicht gehabt haben.
Beate Rehhagel Steckbrief
| Angabe | Information |
|---|---|
| Name | Beate Rehhagel |
| Herkunft | Essen-Steele |
| Beruf | Lehrerin, später auch als Managerin bezeichnet |
| Ehemann | Otto Rehhagel |
| Verlobung | 24. August 1963 |
| Hochzeit | 27. Dezember 1963 standesamtlich, einen Tag später kirchlich |
| Sohn | Jens Rehhagel, geboren 1973 |
| Wohnort | Essen |
| Bekannt durch | Ehe mit Otto Rehhagel und ihre Rolle als enge Ratgeberin |
| Engagement | Essener Chancen |
So lernten sich Beate und Otto Rehhagel kennen
Beate wuchs im Essener Stadtteil Steele auf und arbeitete später als Lehrerin. Otto lernte sie beim Schlittschuhlaufen in der Grugahalle in Essen kennen. Beide waren dort mit Freunden unterwegs, als sie miteinander ins Gespräch kamen.
Beate erinnerte sich später ausführlich an diese erste Begegnung:
„Wir haben uns in der Gruga-Halle in Essen beim Schlittschuhlaufen zum ersten Mal gesehen. Ich war mit einer Clique dort, Otto mit einem Freund. Der sagte zu mir: ‚Nimm den mal an die Hand, damit auf dem Eis nichts passiert.‘ Ich dachte mir: Der sieht gut aus, ist sportlich, mit dem kann man schon mal Schlittschuhlaufen. Ja, und seitdem habe ich ihn an der Hand.“
Aus diesem Treffen wurde schnell eine feste Beziehung. Am 24. August 1963, dem Tag von Ottos erstem Bundesligaspiel für Hertha BSC, verlobten sich beide in Berlin.
Hochzeit 1963 und ein Leben mit dem Fußball
Nur wenige Monate später heirateten Beate und Otto. Die standesamtliche Trauung fand am 27. Dezember 1963 in Essen statt, einen Tag später folgte die kirchliche Hochzeit. Viel Zeit für Flitterwochen blieb dem Paar nicht, denn Otto musste kurz darauf wieder zum Training nach Berlin.
Beate zog mit ihm und gewöhnte sich früh an einen Alltag, der stark vom Fußball bestimmt wurde. Später folgte sie ihm zu weiteren Stationen nach Bremen, München und Kaiserslautern. Auch während seiner erfolgreichen Jahre als Nationaltrainer Griechenlands blieb sie an seiner Seite.
Sohn Jens kam zehn Jahre später
1973 wurde Sohn Jens Rehhagel geboren. Für Beate und Otto war das ein besonderer Moment, denn nach vielen Ehejahren hatten beide offenbar nicht mehr fest damit gerechnet, Eltern zu werden.
Jens spielte später selbst Fußball, unter anderem im Nachwuchs- und Amateurbereich. Danach entschied er sich für einen akademischen Weg. Er promovierte an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitete später viele Jahre im Nachwuchsbereich von Hannover 96. Anders als sein Vater suchte er nur selten die Öffentlichkeit.
Beates Einfluss bei Werder Bremen
Während Otto in Bremen den Ruf eines sehr bestimmten Trainers hatte, zeigte sich hinter den Kulissen ein anderes Bild. Beate kümmerte sich nach seinen eigenen Aussagen über viele Jahre um finanzielle Angelegenheiten und übernahm auch organisatorische Aufgaben.
Besonders interessant war ihre Rolle bei möglichen Neuverpflichtungen. Ehemalige Spieler berichteten später, dass Beate häufig früh Kontakt zu Kandidaten hatte und einen Eindruck davon gewinnen sollte, ob jemand menschlich zur Mannschaft passte. Auch bei Heimspielen war sie regelmäßig in der Nähe des Teams zu sehen und gehörte dadurch stärker zum Umfeld der Mannschaft, als es bei Trainerfrauen damals üblich war.
Gerüchte um die Ehe in Kaiserslautern
Während Ottos turbulenter Zeit beim 1. FC Kaiserslautern kursierten um das Jahr 2000 Gerüchte über eine mögliche Ehekrise. Beate und Otto widersprachen diesen Berichten öffentlich.
Beate machte damals deutlich, dass sie hinter solchen Geschichten vor allem Neid und Missgunst vermutete. Die Ehe hielt trotz dieser Schlagzeilen weiter. 2013 feierten beide ihre goldene Hochzeit im kleinen Kreis in St. Moritz, gemeinsam mit Sohn Jens und wenigen engen Freunden.
Beate Rehhagel heute
Beate lebt mit Otto weiterhin in Essen. Beide engagieren sich seit Jahren sozial und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Essener Chancen, die Kinder und Jugendliche unterstützt.
Auf der Seite des Projekts wird Beate als Managerin geführt. Das passt zu der Rolle, die sie offenbar schon lange zuvor im Hintergrund übernommen hatte: organisieren, beraten und Otto den Rücken freihalten.
Auch nach mehr als sechs Jahrzehnten Ehe treten Beate und Otto gelegentlich gemeinsam öffentlich auf. Ihre Geschichte zeigt deshalb eine Partnerschaft, die weit über die klassische Rolle einer Trainerfrau hinausging. Beate war Ehefrau, Mutter, Ratgeberin und für Otto über viele Jahre eine der wichtigsten Personen hinter seinen sportlichen Erfolgen.
LESEN SIE AUCH: Was wurde aus Monika Vogts? Ihr Leben nach der Scheidung
FAQs
Wer ist Beate Rehhagel?
Beate Rehhagel ist die langjährige Ehefrau des ehemaligen Fußballtrainers Otto Rehhagel. Sie begleitete ihn durch seine Karriere und galt als wichtige Vertraute und Ratgeberin.
Seit wann sind Beate und Otto Rehhagel verheiratet?
Beate und Otto Rehhagel heirateten am 27. Dezember 1963 standesamtlich. Einen Tag später folgte die kirchliche Trauung.
Haben Beate und Otto Rehhagel Kinder?
Ja. Ihr gemeinsamer Sohn Jens Rehhagel wurde 1973 geboren. Er promovierte später an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitete im Fußball-Nachwuchsbereich.
Welche Rolle spielte Beate bei Otto Rehhagels Karriere?
Beate unterstützte ihren Mann hinter den Kulissen, kümmerte sich unter anderem um organisatorische und finanzielle Angelegenheiten und galt auch bei manchen Spielerfragen als wichtige Ratgeberin.
Was macht Beate Rehhagel heute?
Beate lebt mit Otto in Essen und engagiert sich gemeinsam mit ihm bei den Essener Chancen, einer sozialen Initiative für Kinder und Jugendliche.
